Das Bienenwachs wird durch Ausschmelzen der entleerten Waben der Honigbiene (Apis mellifera L.) mit heißem Wasser gewonnen und die Schmelze von festen Verunreinigungen gereinigt. Das nach dem Abkühlen erstarrte Wachs (gelbes Bienenwachs) kann in einem nachfolgenden Schritt mit Oxidationsmitteln gebleicht werden, um das weiße Bienenwachs zu gewinnen.

Bienenwachs ist wohl der älteste Werkstoff für Kerzen. Früher wurden große Mengen an Bienenwachs allein für Altarkerzen in Kirchen und Klöstern benötigt. Das Bienenwachs war zu jener Zeit wesentlich wichtiger als der ebenfalls sehr begehrte Honig. Nicht zuletzt deshalb wurden in den Klöstern oft recht stattliche Anzahlen von Bienenvölkern gehalten. Später, als das wesentlich billigere Erdölprodukt Paraffin erfunden wurde, verlor Bienenwachs immer mehr seine Aufgabe als Kerzenwerkstoff. Dennoch hat es auch heute noch große Vorteile gegenüber allen anderen Kerzenwerkstoffen. So werden beim Abbrennen einer Bienenwachskerze die natürlichen, im Bienenwachs enthaltenen ätherischen Öle, freigesetzt. Das bewirkt, durch den angenehmen Duft in Verbindung mit dem ruhigen, warmen Licht der Kerzenflamme, eine angenehme und erhebende Atmosphäre.

Das Bienenwachs stellt eine harmonische Gesamtkomposition dar, die in ihrem natürlichen Zustand alles Notwendige, wie ätherische Öle, natürliche Aromastoffe und brennbare Stoffe enthält. Bienenwachs ist ein natürlicher, ungiftiger Rohstoff, der im Gegensatz zu technischen Wachsen, weder bei der Herstellung noch beim Verbrennen die Umwelt belastet oder unnötige Energie verbraucht.

 

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